Feier zur Befreiung von BALIKESiR

Der Türkische Befreiungskrieg (türkisch Kurtuluş Savaşı oder älteres türkisch İstiklâl Harbi) war der Unabhängigkeitskrieg der türkischen Nation von 1919 bis 1923 unter der Führung Mustafa Kemal Paschas gegen die Besatzungsmächte der Triple Entente sowie gegen den Plan eines Großarmeniens, Großgriechenlands, italienischer, französischer und britischer Besatzungszonen in Anatolien.

In der damaligen Zeit war unter den national gesinnten Griechen die Idee der Megali Idea, sehr populär. Demnach sollten alle griechisch besiedelten Gebiete in Anatolien und auf dem Balkan in einem großen Nationalstaat vereinigt werden. Die griechische Regierung beschloss daher, gegen das kriegsgeschwächte Osmanische Reich einen Feldzug zu starten. Ziel war die Annexion von Gebieten in Westanatolien und Thrakien mit hohen griechischen Bevölkerungsanteilen. Aber auch Konstantinopel (heute İstanbul) sollte wieder erobert und eventuell später zur neuen Hauptstadt gemacht werden.

Die Belagerung durch griechische Truppen begann am 15. Mai 1919. Zunächst waren die griechischen Soldaten, die mit Waffen und Material von Großbritannien unterstützt wurden, siegreich. Sofort nach Ankunft begingen die griechischen Truppen Massaker an türkischen Zivilisten.Die griechischen Truppen rückten in Anatolien zunächst schnell vor. Am 30. Juni 1920 besetzten griechen die Stadt Balikesir.

Der Türkische Befreiungskrieg richtete sich gegen die Gründung eines armenischen und eines griechischen Staates auf dem Gebiet des osmanischen Reiches sowie gegen o.g. Besatzungszonen nach dem Vertrag von Sèvres von 1920, und hatte sich zum Ziel gesetzt, innerhalb der beim Waffenstillstand von Mudros von 1918 mit der Entente bereits vereinbarten und de facto entstandenen Grenzen (entspricht den heutigen Grenzen) einen türkischen Nationalstaat zu errichten.

Die im Vertrag von Sèvres von 1920 verankerten alliierten Aufteilungspläne der Türkei, waren von der Regierung unter Damat Ferid Pascha unterzeichnet worden, riefen aber den erfolgreichen Widerstand unter Mustafa Kemal hervor. Den Truppen der Kuvayı Milliye unter der Führung Mustafa Kemals schlossen sich verschiedene Ethnien, wie z.B. Tscherkessen, Lasen und Kurden an. Die gängigen türkischen Bezeichnungen lauten Kurtuluş Savaşı, İstiklâl Harbi oder Millî Mücadele).

Der Kampf hatte die Gründung eines souveränen türkischen Staates ohne politische, rechtliche und wirtschaftliche Bevormundung durch andere Staaten zum Ziel.

Vor diesem geschichtlichen Hintergrund nimmt unser Verein den Jahrestag der Befreiung der Stadt Balıkesir 6. September (1922) zum Anlass, alljährlich ein großes Kulturfest mit reichhaltigem Programm zu veranstalten.

Es wäre für uns eine Freude, auch Sie als Teilnehmer der Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

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